Super schönes Wetter, was tun? Richtig, inlineskaten!

Ich hoffe es geht euch genauso wie mir, meine Beine fangen um diese Jahreszeit und erst recht bei solch einem Wetter an zu jucken!In diesem Blog zeige ich Euch, welcher Inline-Skate der Richtige für Euch ist und erkläre Euch kurz warum.Hier findet Ihr Informationen für Freizeit-Skater, Racer und Inline-Hockey-Skates.Generell unterscheiden wir zwischen weichen und harten Skates. Als Genussfahrer brauchst du kein Carbon- Obermaterial und den Preis möchtest du erst recht nicht wissen! 😉 Also aufgepasst ihr Schönwetterfahrer, hier kommen für euch relevante Informationen!

Inlineskates mit Sebastian

Inlineskates mit Sebastian

Das wichtigste ist, dass Euch der Schuh wirklich passt und Ihr keine Druckstellen darin habt, egal ob Ihr nur kurz oder auch mal länger unterwegs seid. Hier hilft euch ein Softboot weiter, ein weicher Stoffschuh der optimalen Komfort bietet und eigentlich die bequemste aller Varianten darstellt. Am Softboot ist ab der Ferse bis hoch über das Sprunggelenk ein Kunststoff-Rahmen, ein sogenannter Cuff angebracht der Euch die notwendige Stabilität bieten sollen. Man unterscheidet verschiedene Cuffs anhand der Vorlage, das ist so weit wie du dich vorlehnen kannst wenn du im Schuh stehst. Der sportliche Schuh besitzt mehr Vorlage und der Casualschuh etwas weniger. Zwischen Damenschuhen und Herrenschuhen gibt es in so fern keinen Unterschied, bis auf die Leistenbreiten, d.h. die Inliner besitzen verschiedene Breiten im Vorderfuß-Bereich.Als nächstes interessieren Euch sicherlich die Rollen eurer Inlineskates, alles klar. Rollen unterscheiden sich sichtbar in der Größe. Was ne Info, hm? Hier heißt es, große Rollen = Hohe Geschwindigkeiten; kleine Rollen = niedrige Geschwindigkeiten. Ein „normaler“ Inlineskate besitzt eine Rollengröße von 80 – 84 mm. Zusätzlich sind die Rollen in Härtegrade unterteilt, die ihr unmittelbar daneben mit einem „A“ gekennzeichnet seht. Sie besteht auch aus einer Zahl, welche sich zwischen 72A (sehr weich) und 110A (extrem hart) befindet. Auch hier wieder eine Empfehlung für euch, für unsere üblichen Straßen eignen sich hervorragend Rollen mit einer Härte von 80A – 86A.Uuuuund weiter, direkt mit den Rollen hat auch das Chassis/Frame zu tun. Das ist der Kunststoff- oder Aluminiumrahmen in welchem Eure Rollen befestigt sind. Ein Alu-Chassis ist eigentlich immer mit einem hochwertigen Inlineskate zu verbinden. Egal ob Plastik oder Alu, sie lassen nur Rollen bis zu einer bestimmten Größe zu, für welche im Normalfall auch eine Angabe aufgedruckt ist. Es gibt HI-LO Chassis, bei denen die hinteren zwei Rollen z.B. 80mm und die vorderen zwei Rollen 74mm haben. Dadurch wird eine bessere Vorlage generiert und hilft mehr Vortrieb und effektiveres Skaten zu ermöglichen.Zu den Lagern ist zu sagen dass Ihr euch hier eigentlich die wenigsten Sorgen machen braucht, die meisten Firmen verwenden hier ABEC 5 Lager und aufwärts bei Erwachsenen, sowie ABEC 3 bei Kindern. ABEC kennzeichnet aber eigentlich „nur“ die Fertigkeitstoleranzen. ABEC 1 – 11 ist erhältlich. ABEC 3 – 7 sind geschlossene gefettete Lager, leicht zu pflegen und somit optimal für den Schönwetterfahrer. ABEC 9 – 11 sind offene,geölte Lager welche einen leichten Lauf haben, aber auch aufwendiger in der Reinigung bzw. Instandhaltung sind. Solltet ihr andere Lager in den Inlineskate bauen wollen, ILQ, SG oder „Skate-rated“ Lager funktionieren in jedem Skate einwandfrei, da die Maße die gleichen sind. Also, solltet ihr Inliner mit ABEC 5 Lagern sehen, könnt Ihr euch mit ruhigem Gewissen dafür entscheiden. Ich würde Euch solche für den normalen Gebrauch sogar empfehlen.Zur Schnürung verliere ich nicht viele Worte, versucht bitte die Skates richtig zu binden, um Eurem Fuß genug Sicherheit und Stabilität zu geben, ich hab bei uns im Store oftmals Kunden die mit fast offenen Schuhen testfahren und da breche ich mir beim zusehen schon das Sprunggelenk 😉
Wo finde ich was?

Alle wichtigen Teile sind auf dem Skate zu finden.

Einen Beitrag für unsere Kids, für die sind verstellbare Schuhe erhältlich, bei welchen mit einfach Klick ganz einfach die Inlineskates meist in 4 Größen verstellbar sind. Die Technik denke ich ist nicht entscheidend für die Kleinen, hauptsache Gelb oder Blau sind die Schuhe. All die anderen Faktoren treffen für Kinder auch zu, hier im Schnelldurchlauf: Softboot mit Cuff, ABEC 3 ist vollkommen ausreichend, Rollengröße 70mm – 76mm und 76A – 78A Rollenhärte. Max. Rollengröße steht ebenso auf dem Chassis der Kleinen, um neue Rollen nachzukaufen. Als nächstes nehmen wir die Rennfahrer ran! Racing-Schuhe haben ein anderes, härteres Obermaterial bis hin zu thermoverformbarem Carbon. Harte Materialien bieten bessere und direktere Kraftübertragung. Die Skates besitzen entweder ein Cuff mit einer weiten Vorlage oder garkeines um dem Skater so viel Freiheit wie möglich in der Hocke zu geben. Das Chassis ist länger und bietet somit Platz für wesentlich größere Rollen. Die Rollen bewegen sich hier zwischen 100mm – 110mm für hohe Geschwindigkeiten. Mit einer Rollenhärte von 82A – 90A auf normalen Straßen und 86A- 90A auf Bahnen solltet ihr hier sehr gute Griffigkeit und auch eine anständige Langlebigkeit erwarten können. Die Lager sollten hier bewusst zwischen ABEC 9-11 sein, diese Lager sind geölt und haben dadurch einen schnelleren, besseren Lauf. Zur Schmierung werden verschiedenste Öle und Spezialmittel verwendet, ich kann WD-40 empfehlen. Den Freizeitfahrern die über einen solchen Schuh nachdenken empfehle ich ein Zwischenmodell. Es gibt Inlineskates welche einen normalhohen Softboot haben und einen Cuff mit einer angenehmen Vorlage, zusammen mit größeren Reifen. Hier spreche ich von ca. 90mm.Zu guter Letzt die Hockey-Skates, bei welchen ich sicherlich die meisten Erfahrungswerte mit einbringen kann. Diese Schuhe werden meist direkt vom Eishockey-Schlittschuh übernommen, d.h. es ist ein kompakter, harter Nylon oder Carbonschuh mit einer Plastik-Zehenkappe. Eine übliche Schnürsenkel-Schnürung bei der ich jedem Hockey-Spieler gerne Wachsbänder empfehlen würde. Diese lassen sich besser binden und halten auch die Position länger. Ihr müsst nicht ständig nachschnüren. Euer Chassis sollte immer aus HI-LO Aluminium bestehen, welches euch wie bereits beschrieben eine bessere Vorlage und somit einfach mehr Power und Geschwindigkeit ermöglicht. Auch hier würde ich die Lager ABEC 7 oder höher empfehlen, vorausgesetzt sie werden gereinigt und gepflegt, auch hier mein Tipp: WD-40.So und nun zum Wichtigsten! Die Rollen sollten je nach Untergrund gewählt werden. Wenn ihr draußen spielt differenziert bitte zwischen grobem und feinem Belag. Umso gröber der Belag umso härter sollten die Rollen sein, also 80A – 84A. Glatter Belag erlaubt auch einmal 78A – 82A. Auch wenn ihr fahrtechnisch vielleicht nichts merken könnt, weiche Rollen mit wenig „A“ nutzen sich extrem schnell auf grobem Untergrund ab. Wer Indoor-Hockey betreibt sollte ebenso auf den Untergrund achten, ich z.B. spiele in zwei unterschiedlichen Hallen, in der einen brauche ich 72A, da dieser Untergrund rutschiger und glatter ist. In der anderen reichen mir 74A-76A locker aus um genug Grip zu haben.Abschließend noch ein Rat für unsere kleinen Rennfahrer. Ich lege allen Einsteigern, aber auch Fortgeschrittenen wärmstens ans Herz auf Schutzausrüstung zu achten. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die manchmal doch der Hochmut überfällt und ein Sturz nicht nur unangenehm sondern auch gefährlich sein kann. Auch ich, mit 20 Jahren Eishockeyerfahrung und nahezu gleicher Zeit auf Inlineskates stürze ab und zu, habe aber zum Glück immer Helm, Ellbogenschoner, Handschuhe und Knieschoner dran beim Inlinehockey. Also bitte nutzt Schutzausrüstung! Helm, Handgelenkschoner, Knie- und Ellbogenschützer sind Pflicht!Schutz für Damen, Herren und die Kids: K2 Protection Pad SetsUnd nun viel Spaß auf den Rollen! Ich wünsche euch allen einen tollen Sommer mit vielen lustigen und sonnigen Inline-Touren!

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